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Sprachen lernen durch Vergleichen


Vergleiche zwischen einzelnen Sprachen, wie sie die "kontrastive Linguistik" anstellt, beflügeln den Erwerb einer Fremdsprache weniger, als es Sprachwissenschaftler einmal erhofften. Das wird auf der Jahrestagung des Mannheimer Instituts für Deutsche Sprache (IDS) zu diesem Thema, die im Stadthaus N 1 über 300 Linguisten aus aller Welt zu Vorträgen und Diskussionen zusammenbringt, öfter erwähnt. Betrachtet man eine Fremdsprache indes näher, wie es an der Universität in Studium und Lehre geschieht, ist solche Forschung sehr nützlich. Das macht sich auch das hier präsentierte Projekt "ProGr@mm", die "Propädeutische Grammatik", zunutze.
Spezifisches Grammatikwissen

Den Inhalt der dreibändigen Deutsch-Grammatik, die ebenfalls am IDS erarbeitet wurde, hat es in leicht modifizierter und vereinfachter Form ins Internet übertragen; nach dem Vorbild der bewährten, gedruckten zweisprachigen Grammatiken kontrastiert es Charakteristika des Deutschen mit solchen anderer Sprachen und verdeutlicht sie so. Vergleichend wurden gleich fünf Sprachen herangezogen - Französisch, Italienisch, Norwegisch, Polnisch und Ungarisch. Universitäten in den entsprechenden Ländern steuern ihr eigenes Grammatikwissen bei. Spezielle Übungen für Fremdsprachler gibt es, frei zugänglich ist das Ganze auch (www. ids-mannheim.de/ProGr@mm).

Die Schwierigkeiten vergleichender Sprachforschung lässt das Projekt kaum erahnen. Auf dem Kongress betonte sie der Bremer Linguist Thomas Stolz. Schwierigkeiten bereitet schon die Abhängigkeit von vorhandenen Sprachbeschreibungen, deren Voraussetzungen zu akzeptieren sind. Angemessen vergleichen lassen sich eigentlich nur gleiche Texte. So ist man auf Übersetzungen gleicher Urtexte verwiesen -und abhängig von Übersetzern. tog Weiter lesen...

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Erwachsene lernen in Horn die deutsche Sprache


Kinder sollen nicht für Eltern übersetzen
Horn-Bad Meinberg (mab). Dort, wo sonst politische Schlachten geschlagen werden, geht es heute viel entspannter, aber gleichwohl sehr ernsthaft zu. Neun Frauen und Männer erlernen in der Burg Horn die deutsche Sprache. Geleitet wird der Integrationskursus der Volkshochschule von Marina Wiegel. Sie will gerade von Sevgi Kuz wissen, was diese heute Morgen gemacht hat. "Ich habe aufgeräumt und habe dann im Park gelaufen." Sebahat Ünal meldet sich energisch zu Wort und korrigiert: "Ich bin dann im Park gelaufen."
Wenig später scheitert sie jedoch selber an einer anderen Hürde. "Ich bin beim Arzt gegangen", antwortet sie der Kursusleiterin auf eine Frage. Marina Wiegel greift ein und erklärt der Frau am Flipchart, wie es richtig heißen muss. Die gebürtige Russin aus Omsk geht dabei mit sehr viel Geduld an die Sache ran. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Sprache für Integration ist und kann sich somit sehr gut in die Lage ihrer Schützlinge hineinversetzen.
"Es handelt sich um erwachsene Menschen, denen es hier Spaß machen soll. Sie bedürfen dabei immer wieder der direkten Ansprache, um ihre Angst zu verlieren", erklärt Marina Wiegel, um gleich wieder mit den Teilnehmern in das nächste Thema einzutauchen. Dabei berichtet Ünal Hülya über eine Fahrt nach Detmold, wo sie einen Termin beim Arbeitsamt hatte.
Die 34-Jährige geht mit viel Begeisterung und Elan an die Sache ran. Für sie ist es wichtig, die deutsche Sprache zu lernen, um sich beispielsweise mit den Lehrern ihres Kindes unterhalten zu können. Auch Nikolay Klassen ist sehr motiviert. Er möchte einen Arbeitsplatz und setzt deshalb alles daran, besser deutsch zu verstehen. Dabei hilft die zweite Kursusleiterin Sonja Franzen, indem sie ein DIN-A4-Blatt mit Zeichnungen verteilt. Anhand unterschiedlicher Situationen beschäftigen sich die Teilnehmer heute mit Präsens und Perfekt.
Marina Wiegel: "Wichtig sind Alltagsthemen wie Wohnungssuche, Einkauf, Arztbesuch, Schule und Behördengänge. Dabei gehen wir sehr anschaulich vor. Viele können zwar sprechen, aber sie müssen Lernen lernen. Manche haben in ihren Heimatländern nämlich nur eine kurze Schulzeit gehabt."
Dennoch könne es nicht sein, dass ihre Kinder hier in Horn für sie übersetzen müssen. Um das zu verhindern, biete die Volkshochschule den Integrationskursus an. Der dient aber auch dazu, dass die Teilnehmer ihre Hemmungen überwinden. Das ist schon sehr gut gelungen, wie die gelöste Atmosphäre in der Pause unterstreicht. Hier wird in lockerer Runde geplaudert und gelacht.
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Füer iPhone gibt es jetzt den Googles Translate App


Übersetzungs-App unterstützt Eingaben von 15 Sprachen und liest Übersetzungen in 23 Sprachen vor
Google hat bekannt gegeben, dass seine Translate App ab sofort im App Store für iPhone und iPod Touch kostenlos zum Download zur Verfügung steht. Damit können ins das Mikrophon gesprochene Sätze übersetzt und die Ergebnisse vorgelesen werden.
Bereits seit 2008 bietet das Unternehmen Google Translate als HTML5-basierte Web-App für iPhone-User an. Die neue App bietet alle Features der Web-basierten Anwendung. So werden bei der Spracheingabe 15 Sprachen unterstützt. Einzelne Wörter und Phrasen können in über 50 Sprachen übersetzt werden. Zudem können Übersetzungen in 23 verschiedenen Sprachen vorgelesen werden. Texte lassen sich über ein Zoom-Icon vergrößern. Wörterbuch-Ergebnisse und eine Übersetzungs-History stehen ebenfalls zur Verfügung. Marktierte Ergebnisse und die History sind auch ohne Internetverbindung verfügbar.
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